Tapete Muster

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Heute gibt es zwei Produktionsverfahren, mit denen der weitaus größte Anteil der Gesamtmenge hergestellt wird. Das Tiefdruck- und das Siebdruckverfahren. Bei beiden wird zunächst ein Druckträger benötigt, auf den der Druck / die Beschichtung aufgebracht wird. Nachdem früher fast nur Papier verwendet wurde, hat sich der Anteil der Vliestapeten wegen der besseren Verarbeitungsmöglichkeit und der späteren Abziehbarkeit auf weit über 50 % erhöht. Da Vliestapeten deutlich stabiler sind als herkömmliche Tapeten, werden die Untergründe beim Abziehen oft stark beschädigt. Daher wird bei der Verarbeitung die Verwendung eines Kleisterzusatzes empfohlen, der die trockene Abziehbarkeit unterstützt. Die Tiefdrucktapeten werden (überwiegend auf Papierträger) zunächst mit dem Muster bedruckt und danach mit Hilfe von Stahlwalzen geprägt, um eine dreidimensionale Struktur zu erhalten, die im Tiefdruckverfahren wegen der geringen Farbmenge anders nicht zu erreichen ist. Um diese Struktur haltbarer zu machen, wird bei den meisten Tiefdrucktapeten auf Papierträger noch eine zweite Papierbahn von hinten aufkaschiert und gleichzeitig geprägt. Stimmt das Muster der Prägung genau mit dem aufgedruckten Muster überein (z. B. eine Blüte), so spricht man von einer Rapport- oder Registerprägetapete. Die Siebdrucktapeten werden heute überwiegend auf Vlies gedruckt. Als Druckfarben dienen dabei Druckplastisole auf PVC- oder auf wässriger Basis. Diese Plastisole werden noch in ihrem Druckverhalten verschieden eingestellt. So gibt es beispielsweise Plastisole, die ihr Volumen unter Hitzeeinwirkung erhöhen (aufschäumen) oder aber gleich halten. Dadurch ist es möglich, ohne mechanische Verformung durch den Einsatz unterschiedlicher Plastisoltypen dreidimensionale Effekte zu erhalten, die zudem sehr stabil sind. Neben diesen Effekten unterscheiden sich die Plastisole durch unterschiedlichen Glanz und haptische Unterschiede (z. B. weiche „Alcantara“-Oberflächen) etc.
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Tapete Muster

In vielen Industrienationen ist die Tapete in den Wohnungen weit verbreitet. Sie vermittelt einerseits ein Gefühl von Behaglichkeit und Wärme, andererseits einen Eindruck von der Persönlichkeit der Bewohner, da aufgrund der erhältlichen Vielfalt an Motiven jeder seine Wohnung nach „seinem Geschmack“ gestalten kann. Während in Deutschland in den 70er Jahren bunte Tapeten überwogen, ging seit den 80er Jahren allerdings der Trend weg von der Tapete hin zu weiß gestrichenen Wänden.
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Tapete Muster

Die Tapete (von lateinisch tapetum bzw. mittellateinisch tapeta = Decke, Teppich) ist eine Wandbekleidung aus Papier, Glasgewebe oder Kunststoff, seltener auch aus Goldleder, Leder oder Leinwand, die mittels geeignetem Klebstoff auf die Wand geklebt wird. Tapeziert (im Fachjargon und traditionell ”spalieren” genannt) werden können trockene Innenräume von Gebäuden, Messekojen, Schaufenster, Bühnen jedoch auch das Innere von Kästen und Schubladen aus Holz oder Schachteln aus Karton. Bühnenrequisiten und Ausstellungspodeste mit planen oder nur einachsig gekrümmten Flächen werden häufig auch außen tapeziert.
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Tapete Muster

Ihren Ursprung hat die Tapete im Orient. Bevor man günstige Papiertapeten benutzte, schmückten die Monarchen ihre Wände vor allem mit großen Wandteppichen. Bis ins 18. Jahrhundert nannte man diese deshalb auch „türkische Tapeten“. Da diese überaus teuer waren, nahmen die französischen Adligen des 15. Jahrhunderts ihre wertvollen Gobelins bei Reisen von Schloss zu Schloss mit. Im Orient kamen dann die preiswerteren Ledertapeten auf, die geprägt und teils vergoldet waren. Diese Wandverkleidungsart wurde erstmals im 11. Jahrhundert in Spanien von den Mauren eingeführt. So wurden schließlich auch Pergamenttapeten immer beliebter. In der Bibliothek des Stiftes Melk in Niederösterreich wurden um 1425 die Wände mit gelben und roten Pergamenttapeten geschmückt. Im 14. Jahrhundert kamen in Italien erstmals Wandbehänge aus Stoff auf.
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Tapete Muster

Die erste Phase ist das Grundieren, das nur bei den Tapetensorten mit sehr geringer Qualität unterbleibt. Das Grundieren erfolgt durch das Überstreichen des Papiers mit einer gleichmäßigen Schicht aus Farbe. Das Grundieren mit einer Deckfarbe geschieht einfach durch Aufstreichen, das Grundieren mit einer Lasurfarbe benötigt zunächst ein Auftragen von Leim. Meist wird dies durch die Fonciermaschine ausgeführt. Das grundierte Papier wird getrocknet, geglättet und – wenn es sich um Glanztapeten handelt – satiniert, indem man alle kleinen Vertiefungen im Papier mit Talkpulver ausfüllt. Anschließend erfolgt das Bedrucken der Tapete mit verschiedenartigen Mustern und danach das Glätten.
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Tapete Muster

Um die Tapeten dauerhaft an den Wänden anzubringen, benutzt man für zellulosehaltige Tapeten in der Regel Tapetenkleister auf Basis Methylzellulose, für Glasfaser und Schaumpolystyrol ist ein Spezialkleber auf Basis Polyvinylacetat (PVA) zu benutzen. Beide können aus Pulver mit Wasser angerührt werden, PVA-Kleber kommt auch flüssig im Kunststoffkübel. Ein in 3 Teilen zusammenfaltbarer Tapetentisch mit einer Oberfläche aus rohem Sperrholz, insgesamt 3 m lang und 60 cm breit bildet die Arbeitsfläche, auf der die Tapete mit dem Rücken nach oben aufgelegt, abgelängt und mit einer Bürste Kleister oder Kleber bestrichen wird. Durch C-förmiges, die Kleisterflächen zusammenklatschendes Zusammenfalten der Tapetenbahn auf die halbe Länge wird sie auch auf eine Stehleiter hinauf sauber tragbar. Nach Öffnen der kürzeren Faltung wird der Anfang der Bahn oben in der Raumkante und links auf Stoß oder wenig überlappend an der zuvor verlegten Bahn angesetzt. Mit den flachen Händen wird zuerst ein oberster kleiner Teil der Bahn angedrückt und durch Verschieben auf Stoß oder Rapport platziert, die untere Faltung geöffnet und die Bahn nach unten mit einer Tapetenbürste bestreichend angedrückt.
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Dabei kann sich das Muster als Ganzes über die gesamte Wand erstrecken oder sich in bestimmten Abständen wiederholen. In Naturtönen mit sanften Farbübergängen vermitteln die stimmungsvollen Mustertapeten in vornehmer Zurückhaltung pure Eleganz, ohne sich aufzudrängen. Kontrastreiche Farbkombinationen eignen sich dagegen hervorragend um dominante Akzente im Raum zu setzen. Streifentapeten sind beliebte Mustertapeten, da sie in Raum optisch vergrößern. Auch bei den verwendeten Materialien der Mustertapete bleiben keine Wünsche offen. Vlies, Tapeten oder selbstklebende Folien bilden die Basis für außergewöhnliche Tapeten.

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Published on Mar 7, 2017 | Under News | By admin
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